Blumensaatlauf am 19.11.2022 bedeutet Einschränkungen auf dem TVK-Gelände

Tusem Essen darf für den diesjährigen traditionellen Blumensaatlauf das TVK-Gelände nutzen. Dadurch ergeben sich für den TVK-Sportbetrieb folgende Einschränkungen für Samstag, den 19.11.2022:

  • Der Parkplatz wird mit Schließung der Gastronomie am Freitagabend bis Samstag 17:00 Uhr gesperrt.
  • Wassersport ist möglich, allerdings werden sich unzählige Läufer:innen auf dem Gelände “tummeln”, so dass entsprechend rücksichtsvoll zu agierien ist.
  • Die Gigboothalle der Ruderriege kann Samstag bis 14:00 Uhr nicht genutzt werden, da dort die Startnummernausgabe erfolgt.

Der Vorstand hofft auf das Verständnis alle Sportler:innen, dass der TVK den Sportkamerad:innen vom Tusem die Unterstützung zur Durchführung ihrer Veranstaltung zugesagt hat.

In jeder Hinsicht ungewöhnlich – die Lampionfahrt 2022

Die 2022er Lampionfahrt der TVK Wassersportabteilungen war in jeder Hinsicht ungewöhnlich…

  • Das Wetter war nicht nur trocken, sondern wartete mit einem “warmen Lüftchen” auf, das typischerweise nicht in den herbstlichen Abendstunden eines deutschen Oktobers vorkommt.
  • Es waren alle 3 Wassersportabteilungen des TVK vertreten – und das zu jeweils ähnlichen Anteilen. Neben zwei großen Drachenbooten, gingen auch vier Ruderboote und unzählige Kayaks der Kanu-Abteilung aufs Wasser.
  • Auf den Lampionfahrten der Vorjahre waren nur die Altersklassen “Kinder” und “Senioren” zu sehen. In diesem Jahr aber auch Jugendliche und junge Erwachsene. So wurde es zu einem echten Vereinsevent für alle Wassersportler:innen.
  • Beim Schmücken der Boote und Teilnehmer:innen wurde im Vergleich zum Vorjahr noch einmal eine Schippe drauf gelegt. Dadurch entstand auf dem Baldeneysee ein so wunderbar buntes Farbenspiel, dass die Kamera von Andreas Zabel im Dauereinsatz war und der Fotograf aus dem Schwärmen gar nicht mehr rauskam.
  • Das neue Gastronomie-Team rund um Dennis van Gemmern hatte nach der Rückkehr der Boote im “SEElich” mehr als alle Hände voll zu tun. Um die 90 Gäste wollten mit Getränken versorgt werden und die angebotene Kürbissuppe sowie Möhren-, Steckrüben- und Wirsingeintopf schmeckten offenbar so gut, dass rund ein Viertel es sich gleich 2 x schmecken ließ 😉

Alles in allem war es ein rundum schöner Abend am TVK, aber selbstverständlich gibt es an allen Fronten noch immer Luft nach oben – für das nächste Jahr. Wer weiß, vielleicht schaffen wir es dann endlich wieder einmal, die Tanzfläche zu aktivieren?!

Die Bilder des Abends werden nun sukzessive in ein Google-Fotoalbum hochgeladen. Wer ein Google-Konto hat, darf gerne selber Bilder hochladen, wer keines hat, darf diese gern an echo@tvk-essen.de senden. Wie immer gilt: Anstößige oder verunglimpfende Bilder werden ohne Rücksprache sofort gelöscht. Ist jemand aus persönlichen Gründen nicht mit der Veröffentlichung eines oder mehrerer Fotos einverstanden, bitten wir um eine Mail an echo@tvk-essen.de unter Angabe des/der einzelnen Bilder-Links (Browserzeile kopieren), damit diese aus dem Album gelöscht werden.

29.10.2022 | Diana Ricken

Lampionfahrt 2022 – Anmelden nicht vergessen!

Bislang gibt es bereits 67 Personen, die im Rahmen der diesjährigen Lampionfahrt der TVK Wassersportabteilungen gemeinsam zu einer abendlichen Bootsfahrt gemeinsam aufs Wasser gehen wollen. Davon planen knapp 40 in 2 Drachenbooten, ca. 25 mit diversen Kajaks sowie 12 in 2 Ruderbooten teilzunehmen.

Für den geselligen Teil im Anschluss gibt es bis jetzt sogar 75 Zusagen – das neue TVK Gastronomie-Team freut sich schon 🙂

Auch Kurzentschlossene und benachbarte Wassersportler:innen des TVK sind herzlich willkommen. In jedem Fall wäre jedoch eine Rückmeldung bis Donnerstag, 27.10.2022 wichtig, damit sich Wirt Dennis entsprechend rüsten kann. Die Teilnahme-Umfrage findet sich auf den Seiten Kanu, Rudern & Lampionfahrt. Drachenboot’ler:innen melden sich bitte im Kadermanager an.

Auf geht’s… Anmelden, Leuchtschmuck suchen und dann Freitagabend ab zum TVK!

Freitag, 28.10.2022: Lampionfahrt der Wassersportabteilungen

Auch 2022 ist der gemeinsame Abschluss der Sommersaison geplant. Alle Mitglieder der TVK-Wassersportabteilungen sind daher am Freitag, 28. Oktober zur abendlichen Ausfahrt zum Haus Scheppen und zurück eingeladen. Die Tradition des kreativen bunt-beleuchteten Schmückens von Booten und Sportler:innen ist selbstverständlich fortzuführen 😉

Ab 17:00/17:30 Uhr geht es an die Vorbereitung der Boote und bei Einbruch der Dunkelheit aufs Wasser. Nach Rückkehr von der kleinen Ausfahrt sind alle ins “SEElich essen” eingeladen, wo der neue Gastronom Dennis einen vegetarischen Eintopf mit separater Fleischkomponente bereithält. Die kleine Stärkung gibt es für alle Teilnehmer:innen der Lampionfahrt kostenlos, den individuellen (Getränke-)Verzehr in der Gastronomie trägt jeder selber.

BITTE tragt Euch in die Umfrage unter Veranstaltungen ein, damit wir für den Wirt eine ungefähre Anzahl der Portionen beziffern können – Danke vorab! Drachenboot’ler:innen, die sich bereits im Kadermanager angemeldet haben, müssen sich nicht zusätzlich in der Umfrage zurückmelden 😉

Wer sich die Bilder aus 20221 noch einmal anschauen möchte – diese gibt es im Google-Fotoalbum.

Rückfragen gerne an drachenboot@tvk-essen.de senden. Also dann, Leuchtschmuck suchen und bis zum 28.10. am Steg!

Laura Kampmann ist Hochschul-Europameisterin im Rudern

Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wurden vom 6. bis 9. September 2022 wieder die Europäischen Hochschulmeisterschaften im Rudern (European Universities Rowing Championships) ausgetragen. Das Kräftemessen der besten Hochschulsportlerinnen und -sportler fand in diesem Jahr im türkischen Istanbul statt.

534 Teilnehmer vertraten 71 Universitäten aus 16 Ländern. Für die Ruderriege TVK Essen bzw. die Universität Wuppertal und Deutschland war Lehramtsstudentin Laura Kampmann im Frauen-Einer an den Start gegangen.

Aufgrund schlechter Wetterbedingungen und einigen organisatorischen Problemen wurden am ersten Tag des Events keine Rennen auf dem “Golden Horn Rowing Course” ausgetragen.

Durch die entsprechende Verschiebung wurden die Vorläufe in einem “Time Trial” Modus ausgetragen, in dem jeder für sich und allein gegen die Zeit fuhr. Mit einem starken zweiten Platz qualifizierte sich Laura in einer Zeit von 3:53,98 min über die Strecke von 1.000 m direkt für das A-Finale.

Im Finale am Freitag überzeugte Laura dann mit einer herausragenden Performance und holte sich in 3:51,51 min den Titel vor ihren Konkurrentinnen aus Wien und Leiden.

Der TVK gratuliert Laura, der schnellsten Studentin Europas, herzlich zu dieser tollen Leistung!

 

Ruderriege TVK Essen gleich dreifach bei den U23-Europameisterschaften in Belgien vertreten

Wer ist die stärkste Nachwuchs-Mannschaft Europas? Diese Frage gilt es am Wochenende des 3. und 4. September im belgischen Hazewinkel zu beantworten, dem Austragungsort der U23-Europameisterschaften 2022.

Die Regattastrecke Hazewinkel in der Nähe von Mechelen war bereits Schauplatz zahlreicher Welt- und Europameisterschaften im Rudern, darunter die Weltmeisterschaften 1985, die U23-Weltmeisterschaften 2006 und die World Rowing Masters Regatta 2015. An der Regatta nehmen nahezu 400 Teilnehmer aus 30 Mitgliedsverbänden teil.

Die Ruderriege TVK aus Essen-Kupferdreh ist bei den Meisterschaften mit Anne Fischer (BW4x), Kira Gerth (BW8+) und Trainer Frank Decker (BW8+) gleich dreifach vertreten.

Im zweiten Jahr in Folge geht Anne Fischer bei den Europameisterschaften der unter 23-Jährigen im Frauen-Doppelvierer (BW4x) an den Start. Gemeinsam mit Chiara Saccomando (Breisacher RV), Johanna Sinkewitz (Pirnaer RV) und Daria Arndt (LRV Mecklenburg-Vorpommern) rechnen sich Fischer und Co. angesichts des international stark besetzten Feldes jedoch nur Außenseiterchancen aus.

„Nach der enttäuschenden EM im vergangenen Jahr hoffe ich persönlich bessere Erfahrungen sammeln zu können. Trotz der durchwachsenen Vorbereitung unter schwierigen Bedingungen machen wir als Team gute Fortschritte und steigern uns von Woche zu Woche. Wir hoffen, dass wir die Konkurrenz vielleicht überraschen können. Das einzuschätzen fällt aber immer sehr schwer“, so Fischer.

Als zweite TVK-Athletin freut sich Kira Gerth im Frauen-Achter (BW8+) auf ihr internationales Debut. In einem dünn besetzten zwei-Boote Feld bekommt es die Mannschaft um Schlagfrau Chiara Kracklauer (RC Allemannia) und Steuerfrau Annalena Fisch (RK am Wannsee) ausschließlich mit der Konkurrenz aus Rumänien zu tun.

Trainer Frank Decker sieht in der rumänischen Mannschaft aus U23 WM-Starterinnen die klaren Favoritinnen für den EM-Titel. Für das deutsche Boot wird das EM-Rennen als Nachwuchsmannschaft aus jungen Sportlerinnen gemäß seiner Einschätzung eine harte Aufgabe werden.

Für Sportlerin Kira Gerth hat das anstehende Event dennoch eine große Bedeutung. „Ich freue mich Deutschland auf dieser Bühne vertreten zu dürfen und hoffe trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen im Vorfeld möglichst gute Erfahrungen machen zu können. Die EM ist sehr wichtig für mich, ich habe hart dafür gearbeitet und verpasse aktuell viel Schule. Für mich liegt der Fokus vor allem auf meiner persönlichen Weiterentwicklung, sowohl individuell als auch im Team. Eine zentrale Vorbereitung inklusive organisierter Verpflegung hätte meiner Meinung nach jedem noch einmal mehr Motivation gegeben und den Zusammenhalt gestärkt. Hier geht uns durch den hohen Eigenaufwand geht uns wichtige Zeit zum Regenerieren verloren“, so Gerth.

Aufgrund fehlender Mittel beim deutschen Ruderverband wird die U23-Europameisterschaft vollständig von den teilnehmenden Athletinnen und Athleten finanziert. Die geplante zentrale unmittelbare Wettkampfvorbereitung in Berlin wurde zudem abgesagt. Der Vorsitzende der Ruderriege TVK Jan Thiesbrummel hätte sich seitens des Verbandes gerade für die jungen Sportlerinnen und Sportler eine größere Unterstützung gewünscht. „Hier mangelt es beim Deutschen Ruderverband im internationalen Vergleich an struktureller Effizienz und Professionalität, was sich aktuell zu Recht in der starken öffentlichen Kritik widerspiegelt“, so Thiesbrummel.

Aktion Rudern gegen Krebs

Liebe Mitglieder

Unsere Ruderriege ist in diesem Jahr Mitveranstalter der am 18. September zum ersten Mal stattfindenden Benefizveranstaltung „Rudern gegen Krebs“. Das geschieht in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Leben mit Krebs“ und dem „Westdeutsches Tumorzentrum Netwerk“ und steht unter der Schirmherrschaft von Herrn Kufen, dem Oberbürgermeister der Stadt Essen.

Es geht dabei um eine Spaßregatta in Ruderbooten über 300 m, die am Clubhaus des ETUFs stattfindet, da alle Essener Vereine gemeinsam dieses Projekt organisieren. Gerudert wird in Mannschaften zu viert. Die Steuerung übernehmen erfahrende RuderInnen aus vielen beteiligten Essener und Hattinger Ruderclubs. Jedes Team wird durch vier Trainingseinheiten auf die Veranstaltung vorbereitet.

Die Erlöse der Veranstaltung, die von einem großen Rahmenprogramm auf unserem Clubgelände begleitet werden, dienen der Förderung von Projekten für Menschen mit Krebs.

Wir sind alle eingeladen, uns als Mannschaft zu melden und mitzumachen. Ob mit oder ohne Wassersport- bzw. Rudererfahrung. Von jung (< 18 Jahre) bis alt. Als Damen-, Herren- oder Mixed-Team. Als Familienmannschaft oder als Team unter Freunden. Ebenso herzlich willkommen sind Mannschaften aus dem Kreis der Kolleginnen und Kollegen, gerne auch unter der „Flagge“ des Unternehmens.

Die Mannschaften treten in verschiedenen Leistungsklassen an, damit jedes Team eine echte Chance hat, das Rennen zu gewinnen!

Helfen Sie mit, diese tolle Idee in unsere Freundes- und Bekanntenkreise und in die Unternehmenswelt und die Organisation unserer Arbeitgeber zu tragen. Gerne können Sie dazu das beiliegende Plakat und den Link auf die Seite der Veranstaltung verwenden bzw. weiterleiten (https://www.rudern-gegen-krebs.de/11789.htm).

Bei Fragen wenden Sie sich bitte jederzeit gerne an Laura Kampmann (laura.kampmann@tvk-essen.de) oder den Organisator des Etuf’s Christoph Heymann (E-Mail Christophheymann@gmail.com).

Ruderwanderfahrt 2022 nach Berlin

Nachdem die für 2020 geplante Ruderwanderfahrt über Christi Himmelfahrt nach Berlin wegen Corona zwei Mal verschoben wurde, konnte sie endlich in diesem Jahr stattfinden. Unser Fahrtenleiter Gregor Benning, der bereits die letzte Tour auf dem Neckar souverän organisiert hatte, entfesselte wieder ein Feuerwerk von Überraschungen. Die Vorbereitung begann für die Teilnehmer bereits zu Beginn des Jahres mit einer Abfrage der Essenswünsche für den ersten gemeinsamen Abend.

Am Anreisetag war dann nur bekannt, dass wir mit 18 Ruderern, 3 gesteuerten Vierern und einem gesteuerten Zweier zum Ruderverein Collegia im Pfirsichweg 9 in Berlin-Gatow fahren werden. Des Weiteren war bekannt, wer mit wem schläft, also Doppelzimmer oder Einzelzimmer. In welchem Hotel wir untergebracht würden erfuhren wir erst, nachdem wir die Boote aufgeriggert hatten und mit unseren beiden Borgmannbussen Richtung Stadtmitte fuhren.

Das war dann die erste Überraschung: wir hatten Zimmer in dem 118 m hohen Berlin-Upper West Turm, unweit der Gedächtniskirche, mit einer genialen Dachterrasse in der 10. Etage. Die zweite Überraschung folgte auf dem Weg zum gemeinsamen Abendessen: Unser Restaurant drehte sich in 207 m Höhe und befand sich im Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz. Da wir unsere Anfang des Jahres geäußerten Essenswünsche längst wieder vergessen hatten, waren die servierten Speisen für viele die dritte Überraschung.

Am ersten Rudertag war es keine Überraschung, dass wir gemeinsam rudern werden. Aber wohin?  Berlin hat über 300 km Wasserstraßen. Es ging also zunächst über Havel, Spree und Landwehrkanal mit 2 Schleusen zum Biergarten Schleusenkrug. Unsere Boote wurden im Tiergarten an Land gebracht. Von dort konnten wir auch unser Hotel sehen. Dann ging es gestärkt mitten durch Berlin – vorbei an der Rosa Luxemburg Gedenkstätte, der CDU Bundesgeschäftsstelle, am Bendlerblock und dem Deutschen Technikmuseum. Weiter fuhren wir auf der schaukeligen Spree an der Insel der Jugend vorbei zur Treptower Rudergemeinschaft. Auf dem Weg hatten die Steuerleute wegen der zahlreichen orientierungslosen Ausflugsschlauchboote besonderen Spaß… ! Von der Treptower Rudergemeinschaft ging es dann in der U-Bahn -ohne Boote- zurück zum Hotel.

Der zweite Rudertag fing mit einer weniger schönen Überraschung an: Unser Fahrtenleiter fiel krankheitsbedingt aus. Die Geheimhaltungsstufe musste er notgedrungen etwas lockern – es ging auf der Spree und Dahme an Köpenick vorbei zur Olympia Regattastrecke in Grünau. Da es dort sehr windig war, haben wir auf eine Regatta verzichtet und konnten in einem Biergarten einkehren, dessen Wirt mit seiner T-Shirt-Aufschrift beeindruckte: “Moin ihr Spacken”. Die Stimmung war blendend. Da es immer stürmischer wurde ging es im “Windschatten” des Teltowkanals zum RC Wiking. Die dortige Überraschung war die Innenausstattung der Gastronomie: Neben vielen anderen Plätten hing auch eine unseres Vereins an der Wand. Nach einem Begrüßungsbier wurden wir wieder mit vorbestelltem Essen überrascht… Anschließend zurück zum Hotel mit der U-Bahn, wieder ohne Boote.

Der dritte und letzte Rudertag führte uns-jetzt wieder mit Gregor zumindest am Steuer-weiter über den Teltowkanal zur Schleuse Kleinmachnow. Da die Berufsschiffahrt Vorrang hat, konnten wir die Schleuse eine gute Stunde von einer Seite bestaunen. Gleich hinter der Schleuse gab es gegen 15 Uhr Mittagessen beim Griechen. Das Essen konnten einige Ruderer immerhin kurzzeitig genießen. Um 17 Uhr ging es weiter, der Zeitplan war zerschossen, ein Steuersitz war gebrochen und ein Ruderer hat sich auch noch erbrochen. Davon unbeeindruckt begann dann nach Unterquerung der Glienicker Brücke das große Finale unserer Ruderfahrt mit der Frage: werden wir im großen Wannsee bei dem Sturm untergehen oder tatsächlich heil ankommen? Als erfahrene und furchtlose Ruderer mit einem ausgeprägten Teamgeist haben wir diese Gefahr gemeistert und die restlichen der insgesamt etwa 100 Kilometer Rundreise bis zu unserem Ausgangspunkt genossen.

Die letzte Überraschung kam dann vor der Rückfahrt: Eine Besichtigung des kostspieligen Berliner Schlosses. Nach langer Corona-Pause war dies nunmehr möglich. Da unser Fahrtenleiter seine geniale Tour nur sehr eingeschränkt genießen konnte, werden wir Ende Juli ein “Nachrudern” für ihn auf dem schönen Baldeneysee mit einem großen Dankeschön durchführen: natürlich in den Berlin-Trikots und dem passenden Ruderkeese.

PS: Nach der Fahrt ist vor der Fahrt: Im nächsten Jahr soll es Richtung Fulda gehen…

Stefan May

 

Ein paar Eindrücke von Dr. Stephan Bühne:

5 Bronzemedaillen zum Saisonfinale der Ruderriege

Dieses Jahr fand der Saisonhöhepunkt, die Deutschen Meisterschaften U23/19/17, nach zwei Jahren Pandemie endlich wieder statt. Herrschte in Köln am Regattaplatz fast wieder Normalität, so sollte es doch für die Kupferdreher Ruderinnen und Ruderer eine Meisterschaft mit „Licht und Schatten“ werden und Corona sie einmal mehr einholen…

Mit einer Hiobsbotschaft begann die Meisterschaftswoche für den Junioren A Vierer der RR TVK Essen mit Benedikt Waldheuer, Lauris Antke und Julius Kaim, verstärkt durch Jos Klein (Kettwiger RG): Der stärkste Ruderer Julius Kaim hatte sich mit Corona infiziert, so dass sein Start unmöglich war. Zwar wurde noch ein Ersatzmann gefunden, allerdings war die Zeit einen homogenen Vierer zu bilden zu kurz. Trotzdem erreichte man im 13 Boot starken Feld einen akzeptablen achten Platz. Die gleiche Platzierung erreichte man in dem Achter des Nordrhein-Westfälischen Ruderverbandes.

Weiter ging es bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U19 mit unseren Leichtgewichten Felix Nitschke und Vitus Brasch. Im leichten Achter mit ihren Mannschaftskollegen aus Essen und Bonn zeigten sie am Finaltag ein engagiertes Rennen und holten die Bronzemedaille nach Kupferdreh.

Schon vorher hatte der erst 17-jährige Felix im leichten Einer der 17/18-Jährigen sein Können unter Beweis gestellt – und einen hervorragenden achten Platz errungen. Dies lässt für das nächste Jahr hoffen.

Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften der U23 griffen unsere beiden Ruderinnen Anne Fischer und Kira Gerth in die Ruder. Anne ging im Frauen Doppelzweier mit ihrer Partnerin Chiara Saccomando (Breisacher RV) an den Start. Hier erzielten das Duo den 5. Platz . Weiter ging es für die beiden dann am Nachmittag im Frauen-Doppelviererer mit ihren Partnerinnen aus Berlin und Ems-Jade-Weser. Der verdiente Lohn für die 4 Mädels: in einem spannenden Rennen reichte es zur ersehnten Bronze-Medaille. Die Freude war entsprechend groß.

Gleich mit 2 Bronzemedaillen kehrte TVK-Athletin Kira aus Köln heim. Im Vierer ohne Steuerfrau konnte sie mit ihrer Zweierpartnerin Meike Pixius (RV Münster) sowie Anne Schepinski (Hallesche-Rvg. Böllberg u. Nelson) und Carla Paetow (Neuköllner RC Berlin) in einem couragierten Rennen den auf mehr als der ersten Streckenhälfte hart umkämpften 3. Platz zum Ende doch sicher ins Ziel bringen. Der Jubel war groß – und mit dieser Medaille im Gepäck ging es dann noch in den Frauen-Achter. Dort gab es eigentlich nur eine Außenseiterchance auf eine Medaille. Aber der gut eingestellte Achter von Bundestrainer Frank Decker nahm den Schwung mit und holte hier nochmal Bronze.

Aufgrund dieser guten Leistungen sind Kira und Anne vom neuen Chef-Bundestrainer U23, Marcus Schwarzrock, für die Europameisterschaften in Hazewinkel/Belgien im September für den Deutschland-Achter und den Doppelvierer vorgeschlagen worden.

Jetzt geht es für alle in die wohlverdiente Sommerpause, um danach gut erholt in die Herbstsaison mit den Landesmeisterschaften und den Deutschen Sprintmeisterschaften zu starten.

Artikel: Susanne Powierski / Bilder: meinruderbild.de

Die Ruderriege feiert den Sommer und tauft neue Boote

Der Fronleichnamstag hat für die Ruderriege des TVK seit langer Zeit eine besondere Bedeutung, denn an diesem Tag findet traditionell die Kupferdreher Sprint-Regatta statt. Nach den Corona-Ausfällen in den Jahren 2020 und 2021 konnte die Regatta leider auch in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden.

Der neu formierte Vorstand der Abteilung wollte den diesjährigen Fronleichnamstag nichtsdestotrotz zu einem besonderen Event machen und lud daher alle Mitglieder zum Sommerfest inklusive Grillen, Ehrungen und Bootstaufen ein.

Bei bestem Wetter trafen sich zunächst zahlreiche Mitglieder zu einer gemeinsamen Ausfahrt, bei der unter anderem der Gig-Achter Ali Baba auf dem Baldeneysee unterwegs war. Im Anschluss an die Ausfahrt auf dem Wasser ging es an Land weiter, wo die Ruderer sich mit Getränken, Bratwurst und Co. verpflegen konnten.

Anschließend übernahm Abteilungsleiter Jan Thiesbrummel das Wort und verabschiedete zunächst die nunmehr ehemaligen Vorstandsmitglieder der Ruderriege Fabian Weiler (ehem. Vorsitzender) und Petra Franz (ehem. Ressort Breitensport). Dabei galt der Dank speziell der langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit der beiden, die trotz Corona-Pandemie zu einer stabilen Entwicklung der Mitgliederzahl beigetragen hat.

Ein weiterer, integraler Bestandteil der Vereinsarbeit sind die Übungsleiterinnen und Übungsleiter. Im Rahmen des Sommerfestes fand die Arbeit der Übungsleitenden besondere Würdigung.

Für die Arbeit im Bereich der Erwachsenen bedankte sich der Vorstand bei:

  • Christa Zöller
  • Kerstin Lamm
  • Petra Muthmann
  • Helmut Hartmann
  • Werner Schwarz

Im Bereich der Jugendarbeit gilt der Dank:

  • Susanne Powierski
  • Uwe Ekrutt
  • Florian Möller
  • Niklas Schmidt
  • Tabea Pitschke
  • Josephine Lüttkenhorst
  • Julia Schnelting
  • Nick Schöneich
  • Julia Gatzki
  • Alina Lingk
  • Francis Kinda-Olinga

Beim nächsten Programmpunkt des Tages wurde es dann spannend, die Taufe von gleich vier neuen Booten stand an. Vom Einer bis zum Vierer galt es, den Booten aus den Werften Empacher (Deutschland) und Filippi (Italien) einen würdigen Namen zu geben.

Die erste Taufe wurde durch Petra Franz durchgeführt. Dabei wurde ein Filippi Kombi-Vierer mit markantem grünen Deck auf den Namen „Viridis“ getauft, das lateinische Wort für „grün“, ebenfalls stehend für Frische, Natur und Jugend.

Bei der zweiten Taufe gab Fabian Weiler einem gelben Empacher Kombi-Zweier den Namen „Bambam“, in einem australischen Dialekt für die Farbe „gelb“ stehend und irgendwie auch passend bei zwei Ruderern und einem Gewicht von 80-90 kg pro Ruderer. Da braucht es eben zwei mal ordentlich „Bam“.

Die Boote wurden kleiner, schließlich ging es zu den Einern. Gemäß langjähriger TVK-Tradition werden Boote nach Orten besonderer internationaler Wettkämpfe benannt. Orten, an denen TVK-Mitgliedern ebenso besondere Leistungen gelangen. So war es für einige Anwesenden keine Überraschung, dass einer der beiden Einer künftig den Namen „Sarasota“ tragen wird, Austragungsort der U23-Weltmeisterschaft von 2019. Damals coachte Frank Decker den Leichtgewichts-Doppelvierer der Frauen zu Silber während Laura Kampmann selbige Medaille im Doppelvierer der Frauen erruderte.

Das vierte und letzte Boot wurde von Ansgar Wessling getauft. Mit einer persönlichen Rede wurde sowohl der Prozess der Namensfindung als auch die Bedeutung und Wichtigkeit von adäquaten Material auf dem Leistungsniveau thematisiert. Als Ausdruck der Bedeutsamkeit lokaler und regionaler Unterstützung und des entsprechenden Zusammenhalts, wurde der Einer auf den Namen „Hügel“ getauft.

Der Vorstand der Ruderriege bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern, den Übungsleitenden sowie den Taufenden, die das Sommerfest zu einem tollen Event gemacht haben.

Fotos: Werner Schwarz