Traditonelle Regatta am Fronleichnamstag

Die "Ruderregatta am Fronleichnamstag" oder auch "Kupferdreher Sprint-Regatta" ist seit über 60 Jahren etwas Besonderes. Und doch gibt es in jedem Jahr immer wieder Überraschungen. Das ist in einem Jahr die überaus starke Beteiligung, in einem anderen Jahr sind es internationale Teilnehmer (bspw. die Ruderkameraden vom Sportklub Coloss in Kiew/Ukraine) oder die speziellen Sonderrennen wie etwa die in alten "Classic-Boats".

Die bunte Mischung aus ernstem Wettkampf und viel Spaß begründet den Erfolg dieser Essen-Kupferdreher Großveranstaltung auf dem oberen Baldeneysee. Wenn auch die Organisation der ursprünglich frei vereinbarten "Nachbarschaftsregatta" – erstmals 1952 mit ganz wenigen Vereinen durchgeführt - zwangsläufig immer perfekter wurde, so hat sie sich nicht zu einem todernsten Wettkampf entwickelt, sondern ihre ureigene Tradition bewahrt. Dazu gehört auch, daß sich an einem Tag alle Mitglieder einer Ruderfamilie im Wettstreit messen können. Die Kinder (übrigens seit 1971 mit einer "eigenen" Jungen- und Mädchen-Regatta in die Fronleichnamsregatta integriert) rudern genauso wie die Jugendlichen und die Erwachsenen über die Sprint-Strecke. Die Regatta in dieser Form bildet eine Einheit, die den Wünschen von Betreuern, Aktiven und Gästen entspricht.

Die Rennen der jüngsten Aktiven bis zu den Masters – zunächst vormittags und nachmittags streng getrennt – sind seit einigen Jahren über den ganzen Tag "gemischt" - kurz: Es ist eine Regatta für Jedermann. Erstmals im Jahre 1998 wurden übrigens für die Kinderruderer zusätzlich zu den Sprint-Rennen auch Slalom-Wettbewerbe angeboten. Seit der Deutsche Ruderverband im Jahre 1995 den Wettbewerb "Deutscher Ruder-Pokal" einführte, sind wir mit großem Erfolg als Ausrichter einer der Wertungsläufe dabei. Das hat zu einer Ausweitung unseres Einzugsgebietes geführt, denn speziell durch die Pokal-Rennen können wir Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen.

Absoluter Höhepunkt aller Aktivitäten des TVK-Regattateams war das Jahr 1997, als uns der Deutsche Ruderverband mit der Ausrichtung der 1. Deutschen Sprintmeisterschaft beauftragte. So stand Kupferdreh dann im Oktober 1997 mit der zweitägigen Meisterschafts-Regatta ganz im Mittelpunkt des deutschen Ruderinteresses.

Parallel zu der sportlichen Entwicklung, die diese Regatta nahm, steht auch der organisatorische Fortschritt. Die Organisation wurde von Jahr zu Jahr umfassender. Auch hier sind EDV und moderne Kommunikationstechnik einschließlich des Internets nicht mehr wegzudenken. Aber undenkbar ist auch eine Fronleichnamsregatta ohne kuchenbackende Mitglieder und Rudermütter, die uns in jedem Jahr mit einer reichhaltigen Kuchentheke erfreuen.

Zum Zustandekommen eines reibungslosen Ablaufs tragen rund 100 ehrenamtliche Mitarbeiter bei: Egal ob Jung oder Alt, männlich oder weiblich, jeder hat seinen Platz in dem eingespielten Organisationsteam, das von 1978 bis 2011 von Ulrich Bäumer und Bodo Schmischke geleitete wurde. In den Jahren 2012 und 2013 wurde eine "Regatta-Pause" eingelegt, die in 2014 mit einem neuen Organisationsteam um Regattaleiter Hanno Sewald überwunden werden konnte.