52. Ruderregatta am Fronleichnamstag

Spannende Rennen und viel Spaß

Wenn man die Ruderregatta am Fronleichnamstag auf eine Schlagzeile zusammenfassen will, dann muß sie wohl genau so lauten. Was vor über einem halben Jahrhundert als Nachbarschaftsregatta entstand, brachte den Teilnehmern und Besuchern auch heuer wieder packende und knappe Rennen zwischen den Brücken in Essen-Kupferdreh. Aber im gleichen Verhältnis gibt es Spaß, Kontakte und das Wiedersehen mit alten Ruderkameradinnen und Ruderkameraden, die man sonst im ganzen Jahr nicht trifft.

Dieser Mix ist sicher ein Grund, warum jedes Jahr viele hundert Sportlerinnen und Sportler den Weg nach Kupferdreh finden. Doch auch wenn man sich für die Jugendmeisterschaften vorbereiten will, ist die Regatta der Ruderriege TVK Essen ein Ziel: Mangels Vorrennen in Brandenburg, kam man kurzerhand auf den oberen Baldeneysee. Auch für die Teilnehmer am 5. Wertungslauf zum Deutschen Ruderpokal ist die Fronleichnamsregatta ein festes Ziel, was die vollen Felder wieder einmal mehr beweisen. Ein kleiner Insidertip ist inzwischen, daß die Ruhr ein wunderschönes Wanderruderrevier ist. So nutzen manche Teilnehmer die Regatta als Auftakt zu einer Wanderfahrt, die den Vorurteilen über den "Kohlenpott" den Garaus macht.

Besonders ist auch die einmalige Chance, daß an einem Regattatag die ganze Ruderfamilie ins Boot steigt – Ein ebenso spannendes wie familienfreundliches Bild. Wer sich mal die Mühe macht, kann sich in den Ergebnissen davon selbst überzeugen.

Die schöne Entwicklung der Regatta von der freivereinbarten Nachbarschaftsregatta zu einer Regatta des Deutschen Ruderverbandes mit Ruderpokal-Rennen ist zum großen Teil sicher auch dem Regattaleitergespann Ulrich Bäumer und Bodo F. Schmischke zu verdanken, die in diesem Jahr die Regatta zu 25. Mal gemeinsam leiteten. In dieser Kontinuität konnte sich das Volksfest mit Regatta zu einer echten Traditionsregatta entwickeln, die nicht nur im Leben des Vereins – wovon die große Unterstützung der Rudereltern kündete – tief verankert ist, sondern auch im Leben der Bürgerinnen und Bürger auf des Essener Südens, was die guten Besucherzahlen einmal mehr zeigten.