Essener Erfolge bei Fronleichnamsregatta

Der Vorsitzende der Ruderriege bei der Siegerehrung
Warten auf den nächsten Start
Die Siegreiche Mannschaft
Bild vom Bootssteg und Bootsplatz

Sportliches Großereignis auf dem Baldeneysee

Die RR TVK Essen kommt aus dem Feiern nicht heraus. Im letzten Jahr durfte sie auf stolze 50 Jahre Fronleichnamsregatta zurückblicken, diesmal stand die Traditionsveranstaltung ganz im Zeichen der 125 Jahr-Feier des Hauptvereins Turnverein 1877 Essen-Kupferdreh.

Es ist eine Regatta, die dank der Mischung aus ernstem Wettkampf und viel Spaß, dank der bunten Ausschreibung von Kinder- bis zu Masters-Rennen sich weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat. Seitdem das Team um Regattaleiter Ulrich Bäumer auch einen Lauf zum Deutschen Ruderpokal integrierte, platzte die schmucke Anlage an der Kampmannbrücke stets aus allen Nähten. Der Ruderpokal war hier schon Kult.

In diesem Jahr zog es nicht mehr so viele Ruderer nach Essen (370 Boote), was allerdings auch zu erwarten war. "Wir liegen vom Termin her ungünstig. Letzten Sonntag die Kinderregatta in Kettwig, nächsten Sonntag die Ruhrolympiade. Und uns fehlt der Ruderpokal, der ja hier zu den am besten besuchten Veranstaltungen des ersten Halbjahres zählte", erklärten Dr. Holger Olbrück und Ulrich Bäumer: "Ein herber Verlust für den Westen." Ausschlaggebend für die Nichtberücksichtung der Essener bei den Läufen zum Deutschen Ruderpokal war die Tatsache, dass der Fronleichnamstag kein bundeseinheitlicher Feiertag ist. Dem entgegnen die Organisatoren: "Die Vereine können doch eh aus vielen Regatten auswählen. Und den Sportlern hier hat man ganz klar eine gute Startmöglichkeit genommen."

Ganz ohne Ruderpokal-Flair ging es dann doch nicht zu in Kupferdreh. Einige Rennen bot der Veranstalter aus dem Programm an, auch der Sonderwettbewerb fehlte nicht. Bei der Kanadier-Mixed-Staffel machte das Team der RRGM Mittellahn das Rennen. Höhepunkt der Regatta war zweifellos das Duell um den Harald-Freitag-Gedächtnispokal im Männer-Gig-Achter, den die Renngemeinschaft TVK Essen/EWRC Essen/RC Germania Düsseldorf/WSV Düsseldorf für sich entschied.

Mit zwölf Siegen gehörte der Essener Ruder-Regattaverein bei der DRV-Regatta zu den Stammgästen am Siegersteg, allerdings den ersten Platz sicherte sich der RC Witten mit 14 Erfolgen (plus drei weitere in Renngemeinschaft). Auf den weiteren Plätzen folgte die Cochemer RG (6) und der WSV Düsseldorf (4). Bei der Jungen- und Mädchenregatta war der Essen-Werdener Ruderclub der erfolgreichste Verein mit sieben Siegen gefolgt vom Gastgeber RR TVK (5 plus drei Slalomsiege) sowie WSV Düsseldorf (4). Die kurze Streckenlänge von nur knapp 400 Metern nutzten einige Ruderer sogar zum Vierfach-Start. Stefan Jagusch vom RC Witten durfte sich über eine hundertprozentige Ausbeute freuen. Er siegte je zweimal im Junior-B-Einer und Doppelzweier mit Simon Faissner.

 

Detlev Seyb