Drachenboot...was ist das?

In den oben verlinkten Rubriken bemühen wir uns um Beantwortung möglichst aller Fragen, die immer wieder gestellt werden. Falls aber darüber hinaus Grundsatz- oder auch Detailfragen aufkommen, kontaktiert uns einfach und wir erläutern gerne persönlich alle offenen Punkte.

Für alle Lesemuffel und visuell gesteuerten Menschen, haben wir folgende Videos im Angebot:

Früher wurden Drachenboote aus massivem Holz gebaut, mittlerweile aber wird der Rumpf aus GFK (Glasfaserverstärktem Kunststoff) hergestellt. Ein Boot misst gemäß Norm der Europaklasse 12,49 m in der Länge sowie 1,16 m in der Breite und wiegt etwa 250 kg. Bei Wettkämpfen werden die Boote traditionell vorn mit einem geschnitzten Drachenkopf und hinten mit einem stilisierten Drachenschwanz geschmückt. Zudem wird eine Trommel sowie ein kleiner Sitz auf der Bootsspitze installiert.
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Im Boot finden maximal 20 Paddler auf 10 Bänken Platz. Die Paddler auf der ersten Bank „sitzen auf Schlag“ (daher nennt man sie auch „Schlagleute“) und geben den Rhythmus bzw. das Tempo vor. Die hinteren Paddler orientieren sich an den Vorderleuten und tauchen ihre Paddel möglichst synchron ein. Das Zusammenspiel von Technik, Rhythmus und Synchronität ist ausschlaggebend für das Leistungsvermögen eines Drachenbootteams.

Man paddelt mit Stechpaddeln, die 1,05m bis 1,30m lang sind. Durch die Sitzanordnung in 2er Reihen nebeneinander kann jeder Paddler nur auf einer Seite des Bootes sein Paddel ins Wasser setzen. Ein Steuermann oder eine Steuerfrau steht auf dem Bootsende, lenkt das Boot und ist somit der „Chef“. Den Anweisungen der Steuerleute ist jederzeit ohne Wenn und Aber Folge zu leisten! In offiziellen Wettkämpfen wird die Bootsbesetzung durch einen Trommler oder eine Trommlerin komplettiert. Er/sie trommelt im Takt der Schlagleute und motivieren das Team mit lautstarker Stimme, Höchstleistungen zu bringen oder einfach auch nur durchzuhalten.

Die Paddeltechnik kann man sich hier ansehen: Paddeltechnik Video
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Im Sommer genügt ein Paddel als Ausrüstung. Der Verein stellt diese im Rahmen der Trainingseinheiten aber auch leihweise zur Verfügung, so dass man nicht zwingend ein eigenes benötigt. Die fortgeschrittenen Paddler dürfen aber natürlich auch gerne ihre eigenen Holz- oder Carbonpaddel mitbringen. Von September/Oktober bis Ende März sind darüber hinaus Schwimmwesten Pflicht im Boot. Auch diese können temporär vom Verein geliehen werden. Viele Paddler nehmen an Ausrüstung noch ein spezielles Sitzkisten oder eine rutschhemmende Bankauflage und etwas zu Trinken (keine Glasflaschen!) mit ins Boot. Wertsachen und elektronische Geräte sollten nach Möglichkeit anderweitig (sicher) deponiert werden.
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Generell gilt, am besten funktionelle Kleidung wählen, die der jeweiligen Jahreszeit entspricht. Im Sommer ist man mit Schwimmshorts, Tanktop, Sonnenbrille, Flip-Flops und einem passenden Sonnenschutzfaktor auf der Haut bereits perfekt „angezogen“. Im Winter hingegen ist Neoprenkleidung (für kalte Gewässer) an Körper, Füßen, evtl. auch an Kopf und Händen empfehlenswert. Im Boot sind grundsätzlich nur Schuhe mit weicher Sohle erlaubt. Wichtig ist in jeder Jahreszeit vor allem das Bewusstsein, dass man möglicherweise kentert und dann in der individuellen Kleidung a) schwimmen und/oder b) idealerweise möglichst lange warm bleiben muss.
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Über eine körperliche Grundfitness und das Mindestalter von 12 Jahren hinaus, gibt es lediglich die naheliegende Anforderung jeder Wassersportart, dass man schwimmen können muss. Unsere Teams haben verschiedene Leistungsniveaus von Fun- bis Breitensport. Somit kann jeder sein Team nach den individuellen sportlichen Ambitionen auswählen. Wichtig ist uns, dass alle mit Spaß und Begeisterung dabei sind. Interessierte Paddler sind jederzeit herzlich eingeladen, einfach einmal zum Schnuppertraining zu kommen. Eine Voranmeldung ist prinzipiell nicht nötig, empfiehlt sich aber, da in Ausnahmefällen auch einmal ein Training ausfallen kann. Generell sollte man sich ca.  15 min. vor Trainingsbeginn am Steg des Vereinsheimes einfinden.
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Alle Trainingstage und –zeiten der einzelnen Teams findet Ihr unter Übungszeiten. Grundsätzlich trainieren wir sowohl im Sommer als auch im Winter. Bei Hochwasser, Minusgraden von unter 10°C, Blitz und Donner muss das Training aber auch schon einmal ausfallen.
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Das Training der TVK-Teams wird von lizenzierten Drachenboottrainern durchgeführt. Übrigens ist der TVK einer der wenigen Vereine in ganz Deutschland, die überhaupt lizenzierte Drachenboottrainer im Einsatz haben.
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Drachenbootregatten sind ausgesprochen beliebte Events im Sommer. Es gibt nationale und internationale Meisterschaften sowie unzählige Fun-Regatten auf der ganzen Welt. Insbesondere im Fun-Bereich – also dem Bereich für die nicht organisierten Drachenbootsportler – gibt es über die Sommermonate hinweg eine Vielzahl von Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet. Viele Firmen nehmen zum Spaß oder als Betriebsevent mit einem Team teil und gründen nicht selten im Nachgang eine Betriebssportgemeinschaft. Auch immer mehr Schulen haben das Drachenbootfahren entdeckt und schicken ihre Schüler auf speziellen Schülerregatten ins Rennen. Auf den meisten Regatten außer den offiziellen Meisterschaften werden die Boote und Paddel vom Veranstalter gestellt. Erfahrene Vereinssportler fungieren als Steuerleute und Stegpersonal, sorgen so für einen reibungslosen Ablauf. Die Einteilung in Leistungsklassen stellt zudem sicher, dass Anfängerteams sich nicht gegen Titelträger behaupten müssen und somit ist der sportliche Spaß für alle Teams gleichermaßen garantiert.

Der TVK veranstaltet regelmäßig die folgenden Drachenbootrennen:


Darüber hinaus finden jährlich größere Firmenregatten oder Gemeinschaftsevents statt:


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Die „Kupferdreher Drachenbootregatta“ wird unter Mix-Teams über 250m im Sprint ausgefahren. Die jeweils 8 zeitschnellsten Teams nehmen  zudem an der als Verfolgungsrennen ausgestalteten „Kupferdreher Meile“ über 1.877 m mit 3 Wenden teil.

Zuviel Fachchinesisch? Dann bitte weiterlesen…

In aller Regel werden die Rennen nach den Richtlinien der IDBF (International Dragon Boat Federation) und der EDBF (European Dragon Boat Federation) ausgefahren. Das bedeutet pro Boot mindestens 16, maximal 20 Paddler, 1 Trommler und 1 Steuermann. Es gibt verschiedene Leistungsklassen:

  • Fun(-Fun)
  • Fun-Sport
  • (Breiten-)Sport
  • Leistungsklasse


Auch gibt es Rennen für

  • Damen-
  • Herren-
  • Mix-Teams (min. 6 Paddlerinnen)


Darüber hinaus gibt es verschiedene Renndistanzen und –typen. Die üblichsten sind:

  • 200m oder 250m (Standard, Sprint auf parallelen Rennbahnen)
  • 500m (Mitteldistanz, Sprint auf parallelen Rennbahnen)
  • 1.000m oder 2.000m (Langstrecke, Verfolgungsrennen mit Wenden)


Daneben gibt es aber auch viele individuelle Ausprägungen (300m, 4.000m, Marathon-Distanzen, 24h-Rennen, …).
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